Über Sieger und Gewinner und hauptsächlich über die Anderen.

Das Jahr ist beinahe schon wieder gelaufen und hat bei uns allen, wie üblich, seine Spuren hinterlassen. Die einen haben mehrheitlich gewonnen und fühlen sich als Sieger. Gratuliere. Die Anderen machen immer noch die externen Faktoren dafür verantwortlich, dass es gerade nicht so läuft wie geplant. Ja klar. Also, alles wie gehabt. Na ja. Die Unterschiede zwischen den Gewinnern und den Anderen fielen schon deutlicher aus. So war und ist zumindest mein subjektiver Eindruck.

Wie jedes Jahr stand ich mit beiden Seiten in mehr oder weniger intensivem Kontakt. Und siehe da, da ist sie wieder. Die Erkenntnis die da lautet, alles beginnt im Kopf. Also mit Kopfarbeit oder noch besser gesagt, mit Nachdenken. Nachdenken wiederum beginnt mit kritischem Hinterfragen der eigenen Handlungsweise. Der Prozess des Nachdenkens sollte dann, im besten Fall, mit einer umfassenden Analyse der Ausgangslage enden und die eigenen Stärken und Schwächen aufdecken. Nur, wer will das schon. Und schon sind wir beim eigentlichen Kern der Sache angelangt. Vielleicht ahnen Sie es auch schon, welche Gruppe damit gemeint sein könnte.


Aktivismus vor Nachdenken ist bei diesen Künstlern aber so was von „state of the art.“ Schnell muss es gehen. Im Nu beginnt die Suche nach dem ominösen Schalter. Es gibt ihn ja. Irgendwo da draussen. Einmal drauf gedrückt, sagt man, und schon schnellen die Umsätze hinauf in ungeahnte Höhen. Das ist zwar absolutes Wunschdenken. Aber, wen interessiert das schon. Jetzt, wo wir so kurz vor Weihnachten stehen, dürfen wir uns doch alle vom Christkind etwas Schönes wünschen.

 

Wer sich dann als seriöser Anbieter von solchen Hauruck-Übungen distanziert, kommt meistens nicht mehr in die Kränze. Da nützen auch fundierte Argument nichts mehr. Die verpuffen ungehört. Man kennt sich ja schlussendlich auch selber etwas aus. Man weiss es doch eigentlich besser und erklärt dem Bäcker gerne einmal, wie er sein Brot backen muss. Obwohl man ja keine Ahnung vom Backen hat. Und überhaupt. Was soll das mit der fehlenden Strategie? Das brauchen doch nur Grosskonzerne. Hat der Mann denn gar nicht verstanden, dass es im Moment sehr pressiert?

 

Vielleicht ohne es zu wollen, schafft man damit einen Nährboden für Pseudospezialisten, die mit viel Geschwafel und Dumpingpreisen den mangelnden professionellen Hintergrund wettmachen und dem Kunden gefällig nach dem Maul reden. Nirgendwo gibt es so viele Spezialisten, wie im Marketing. Jeder, der das Wort schreiben kann oder mal mit Werbung zu tun hatte, fühlt sich dazu wie von Geisterhand berufen. Ganzheitliches Denken ist bei denen aber gänzlich fremd. Das braucht es auch nicht. Warum auch? Der Kunde hat es ja auch nicht und zudem schadet es ja dem Geschäft. Da gibt es aber noch einen weiteren gewichtigen Grund, sich für einen diese Anbieter zu entscheiden. Die liebe „Kohle“. Man steht ja selber preislich ganz schön unter Druck. Warum also nicht den billigsten nehmen? Dann steht man intern erst noch als gewiefter Geschäftsmann gut da. Dabei wird ganz vergessen, dass man nur das bekommt, wofür man auch bereit ist zu bezahlen. Da kann es auch schon mal vorkommen, dass am Schluss die billigste Lösung die teuerste ist.

 

Ganz anders die Gewinner oder Sieger. Die wissen, dass man ohne professionelle Unterstützung keine Siegermannschaft auf die Beine stellen kann. Die holen sich gerne Rat und Unterstützung bei guten und seriösen Leuten. Die wollen ganz einfach die beste Lösung, die möglichst viele „touchdowns“ verspricht. Da kann es auch schon mal vorkommen, dass am Schluss die teuerste Lösung die billigste ist. Mir ist absolut klar, mit wem ich die Zukunft bestreiten will. Bei mir geht es nach dem Motto „Klasse vor Masse“. Und für wen haben Sie sich entschieden?