Kommunikation bei Personalrekrutierungen.

Human Resources Marketing verfolgt das Ziel, die eigene Unternehmung als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren und sich von anderen Mitbewerbern im Arbeitsmarkt positiv und eigenständig abzuheben. Im Fokus stehen dabei Themen wie die Gewinnung von guten Mitarbeitern auf dem Arbeitsmarkt, die Mitarbeiterbindung, die positive Beeinflussung der Leistungsbereitschaft und der Unternehmenskultur sowie die Verbesserung des Images als attraktive Arbeitgeberin. Vieles hängt also vom guten Image und somit auch von der Qualität der Unternehmenskommunikation als zukünftige Arbeitgeberin ab. Trotzdem läuft bei der Personalrekrutierung noch einiges schief. Das muss nicht sein. Nachfolgend einige Anregungen.

Viele Bewerbungen, eine Anstellung. Bewerber/innen sind keine Bitsteller und haben ihre eigenen Erwartungshaltung, die es zu berücksichtigen gilt. Hier gilt der Grundsatz; behandle Menschen so, wie du gerne selber behandelt wirst. Auch jene, die nicht eingestellt werden können. Diese könnten die Kunden oder Geschäftspartner von morgen sein.

 

Transparenz vor Anonymität. Flagge zeigen, auch wenn die Zusammenarbeit mit einem externen Personalbüro erfolgt. So wird Transparenz geschaffen und potentiellen Bewerbern wird die Möglichkeit geboten, das Unternehmen bereits im Vorfeld kennen zu lernen und sich konkreter zu bewerben.

Durch Differenzierung auf sich aufmerksam machen. Attribute wie führendes, dynamisches, innovativstes, erfolgreichstes, renommiertestes Unternehmen sollten vermieden werden. Diese wirken abgedroschen, werden zu viel verwendete und lassen keine Differenzierung zu den Mitbewerbern zu. Das Aufzeigen eines einmaligen USP als Arbeitgeberin fördert mehr Interesse.

 

Gemeinsame Ziele aufzeigen. Formulierte Zielsetzungen an Stelle von Aufgabenkatalogen, welche gemeinsam erreichen werden sollen, motivieren mehr und helfen den Kandidaten, sich zielgerichteter zu präsentieren.

 

Qualifikationen von den Zielsetzungen ableiten. Die konsequente Unterscheidung und Gewichtung zwischen «must have» und «nice to have» Anforderungen hilft mit, die angestrebten Zielsetzungen besser zu erreichen. Übertriebene Anforderungsprofile sind vielfach unrealistisch, wirken verunsichernd oder schrecken ab.

Kontaktaufnahme persönlich gestalten. Komplizierte Bewerbungsverfahren, verbunden mit langen online Bewerbungsformularen sind unpersönlich. Direkte Ansprechpersonen ermöglichen vorgängige Abklärungen, die nicht aus dem Inseratetext ersichtlich sind.

 

Bewerbungseingänge zeitnahe quittieren. Den Eingang von Bewerbungsunterlagen innerhalb von ein bis zwei Arbeitstagen quittieren. Ein Dankschön für das entgegen gebrachte Vertrauen und Interesse, sowie eine kurze Information über das weitere Vorgehen werden sehr geschätzt. Auch bei Spontanbewerbungen.

 

Versprechungen einhalten. Versprechungen oder Ankündigungen, welche nicht eingehalten werden, sollten vermieden werden. Eine zwischenzeitliche Kontaktaufnahme sollte auch dann erfolgen, wenn noch keine neuen Informationen vorliegen. So wird zudem der Kontakt zu den Wunschkandidaten besser aufrechterhalten.

 

Empathie bei Absagen einfliessen lassen. Allgemeine Standardfloskeln wie «einige ihrer Mitbewerber erfüllen das Anforderungsprofil besser» sind nichtssagend und unpersönlich. Hier sollte mit mehr Respekt und Wertschätzung kommuniziert werden. Konkretere Aussagen und die Verbindung der negativen Nachricht mit etwas Positivem werden besser aufgenommen. Zum Beispiel mit etwas, was an der Bewerbung positiv aufgefallen ist. Nicht berücksichtigte Kandidaten werden sie so in positiverer Erinnerung behalten.