Das lange Gedächtnis des Internets

Ethisches Verhalten liegt im Trend und gilt als einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren im zukünftigen Marktumfeld. Vom neuen Informations- und Konsumverhalten sind nicht nur Grosskonzerne, sondern auch kleinere und mittlere Betriebe betroffen.

Marktrecherchen zeigen, dass Kunden den Aussagen von Firmen je länger je mehr misstrauen und dass sie sich lieber auf Erfahrungsberichte andere Konsumenten abstützen. Auch die Veröffentlichung von anonymen Bewertungen ist heut kein Problem mehr. Entsprechende Bewertungsplattformen und Möglichkeiten sind überall im Netz zu finden. Tendenz zunehmend. Wehe jenen also, die viel versprechen und wenig einhalten.

 

Das Internet vergisst nicht und negative Erfahrungsberichte schaden dem Image nachhaltig. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich das auch auf die Verkaufszahlen auswirkt. Wer sich dem neuen Zeitgeist nicht stellt, wird sich bald auf der Seite der Verlierer wiederfinden.

 

Die wichtigsten Eckpunkte einer guten Kommunikation basieren auf der Unternehmenskultur und den ethischen Verhaltensweisen wie Respekt und Wertschätzung gegenüber allen Stakeholdern sowie auf der Erkenntnis, dass der Mensch im Mittelpunkt aller Bemühungen stehen muss. Die zentrale Fragestellung lauten deshalb: Wie können wir unsere Unternehmenskultur so gestalten, dass sich sowohl Kunden aber auch Mitarbeiter bei uns wohl fühlen?

 

Ein erster Ansatz ist die Kulturanalyse, welche eine wichtige Komponente bei der strategischen Ausrichtung einer Unternehmung bildet. Auf der obersten Managementebene werden neben anderen strategischen Entscheidungen eben auch die gewünschte Unternehmenskultur und das passende Leitbild einer Unternehmung festgelegt. Und danach haben sich alle Beteiligten zu richten.

 

Das Echo aller unserer Kommunikationsaktivitäten reflektiert schlussendlich ja nur das, was wir wirklich sind. Und wir Menschen neigen bekanntlich dazu, negative Erfahrungen längerfristig zu speichern und auch aktiv zu kommunizieren. So hat uns die Natur geschaffen.

 

Wollen wir uns also dem neuen Zeitgeist stellen, müssen wir zuerst unsere internen Hausaufgaben machen. Die Hypothese, dass die Anzahl zufriedener Kunden mit der zunehmenden Mitarbeiterzufriedenheit steigt, hat durchaus seine Berechtigung.