Adblocker. So heissen die neuen Spielverderber, welche die Werbewirtschaft gehörig nerven.

Hand aufs Herz. Mit grosser Wahrscheinlichkeit gehören auch Sie zu jenen Konsumenten, die genug von der aufdringlichen Werbung haben. Die sich über unerwünschte Anrufe ärgern und ihren Eintrag im Telefonbuch mit einem Stern versehen haben. Den Briefkasten mit einem „Stopp Werbung“ Kleber markiert haben. Sich über jeden News Letter gehörig ärgern und den Werbespot der Bettwarenfabrik Fischer nicht mehr sehen mögen. Ja? Dann sind Sie mit grosser Wahrscheinlichkeit in guter und stetig wachsender Gesellschaft und liegen völlig im Trend.

Wenn Sie zudem im Marketing oder Verkauf tätig und vielleicht noch Gebieter über ein richtig fettes Marketing-Budget sind, sollte es jetzt eigentlich bei Ihnen im Kopf klingeln. Denn angenommen das ist so, dann würden Sie jetzt konsequenterweise sofort den Kleber vom Briefkasten kratzen, die Werbespots im Fernsehen mit grossem Interesse verfolgen und sich über jeden Newsletter so richtig freuen. Doch nicht genug. Sie würden ab sofort alles unterbinden, was Sie beim Konsum von Werbebotschaften in irgendeiner Weise behindern könnte. Nicht wahr, das würden Sie doch tun?

Wohl kaum. Auffällig ist, dass immer weniger Rückschlüsse vom eigenen Verhalten auf das Verhalten der Allgemeinheit gezogen werden. Auch wenn sich das logischerweise aufdrängen würde. Man müsste ja all das in Frage stellen was man anderen zumutet, aber selber nicht haben will. Ein richtiges Dilemma. Und jetzt noch die Geschichte mit den blöden Adblockern. Diese gemeinen Spielverderber bringen immer mehr Geschäftsmodelle in arge Bedrängnis. 

Das Spielchen mit der viralen Verbreitung von ungewollten Werbebotschaften, funktioniert schon seit längerem nicht mehr wirklich gut. Weil fast niemand mehr hinschauen mag und weil das eigentlich niemand mehr will, gibt es eben jetzt den Adblocker als wirkungsvolle Antwort auf die werblichen Übertreibungen. Natürlich gibt es auch dieses Mal wieder die unbeirrbaren die weiter machen, als wäre nichts geschehen. Die immer noch daran glauben und behaupten, dass das die Zukunft sei. Die ungebremst an teuren IT-Lösungen herum laborieren um etwas aufzuhalten, was es eigentlich gar nicht mehr aufzuhalten gibt. Getreu dem Motto; The show must go on. 

Dabei gäbe es sinnvollere und trendigere Möglichkeiten, für die Verwendung der Mittel aus den Werbebudgets. Die klassischen und bewährten Instrumente aus dem Marketing Sub-Mix gibt es ja schon lange. Zum Beispiel Sponsoring und PR. Tue Gutes und sprich darüber, lautet die Devise. Sehr gut für das Image und viel Futter für ein wirkungsvolles „Storytelling“. 

Eines ist doch klar. Wer Freude bereitet erntet Freunde. Nehmen Sie das als Leitgedanken für Ihre zukünftige Unternehmenskommunikation und Ihre Kunden werden sich mit Sicherheit vermehrter für Sie interessieren. Positive Nebeneffekte, wie eine virale Verbreitung über Social-Medias, inklusive