„Mobile friendly“. Vorsicht bei der Masche mit geklonten Inhalten.

Der Kampf um die vordersten Plätze, bei den organischen Suchresultaten, hat schon längst begonnen. Man könnte also meinen, dass alles vermieden wird, was einer erfolgreichen Suchmaschinenoptimierung im Wege steht. Oft ist aber gerade das Gegenteil der Fall.

Zeit zum Handeln.

Die Webseite ist nicht mehr auf dem neusten Stand der Technik, so dass sie nicht auf die Eigenschaften (Mobile friendly) von mobilen Endgeräten reagieren kann. Das wiederum führt zu einer Verschlechterung bei den organischen Suchresultaten. Nicht gerade erstrebenswert wenn man bedenkt, dass bereits über die Hälfte aller Google Anfragen über eben diese mobilen Endgeräte erfolgen. Höchste Zeit also, etwas zu unternehmen.

Eine scheinbar perfekte Lösung.

Vor allem wenn es sich um umfangreiche Webseiten mit vielen Inhalten handelt, verzichten viel nur allzu gerne auf einen Relaunch der gesamten Webseite und sind dankbar, für jeden einfacheren Lösungsvorschlag. Besonders beliebt ist die Variante mit einer zusätzlichen Webseite unter einer eigenen URL. Das funktioniert so: Zur bestehenden Webseite wird ein Klon der bestehenden Webseite erstellt, welcher Zugriffe über mobile Endgeräte technisch unterstützt. In der Regel trägt die neue URL denselben Namen wie die URL der Desktopversion, jedoch ergänzt durch einen Buchstaben, welcher auf die Version für mobile Endgeräte hinweist. (www.firma.com / www.m.firma.com). Erfolgen jetzt Zugriffe auf die Webseite über mobile Endgeräte, werden diese automatisch mittels „Redirect“ auf die mobile Version umgeleitet. Die zusätzliche URL bleibt dabei für den Besucher unsichtbar.

Mehr schein als sein.

Die Probleme bei dieser Lösung liegen einerseits beim duplizierten Inhalt. (Duplicate Content). Konkret, beim Vorhandensein identischer Inhalte auf zwei Webseiten, mit verknüpfter URL. Die Inhalte müssten sich jedoch wesentlich voneinander unterscheiden, damit sich die einzelnen Webseiten eigenständig positionieren könnten. Die Anwendung von identischen Inhalten kann, in diesen speziellen Fällen, von den Suchmaschinen als Wettbewerbsverzerrung eingestuft werden. Das wiederum könnte mit einem schlechteren Ranking bestraft werden. Andererseits stellt sich auch noch die Frage, welche der beiden URL nun für die Suchmaschinen relevant ist. Weil aber keine eindeutige Zuweisung erfolgen kann, verpuffen in der Regel auch alle SEO-Massnahmen wirkungslos. 

Der Dumme ist immer der Kunde.

Grundsätzlich beinhalten solche Lösungen erheblich mehr Risiken als Chancen und sind daher nicht zu empfehlen. Wer dennoch solche Lösungen für gutes Geld anbietet, handelt nicht mit dem nötigen Sachverstand und schon gar nicht im langfristigen Interesse seiner Kunden. Es gibt sie, die klaren Spielregel. An diesen führt kein Weg vorbei. Wer sie nicht einhält, wird künftig konsequent abgestraft. Und der Dumme am Schluss ist dann immer der gutgläubige Kunde und Inhaber der Webseite.