Was Verkäufer nicht mögen und was sie sehr schätzen.

Einer der anspruchsvollsten Berufe ist der des Verkaufsberaters im Aussendienst. Nur wenige Berufe verlangen nach einer ähnlich hohen Qualifikation. Neben einer starken und belastbaren Persönlichkeit gibt es noch viele andere Eigenschaften und Fähigkeiten, die von ihnen als selbstverständlich erwartet werden.

Verkäufer müssen zum Beispiel absolut loyal hinter ihren Firmen und den angebotenen Marktleistungen stehen, über ein umfangreiches Firmen- und Produktewissen verfügen und kompetent Auskunft geben können. Sie sollten eine Vielzahl persönlicher Voraussetzungen erfüllen wie hohe Verkaufsmotivation, Belastbarkeit, Eigeninitiative, Flexibilität, Lernfähigkeit, Kreativität, Ausdauer, analytisches Denkvermögen und Sorgfalt.

 

Von Ihrer Sozialkompetenz erwartet man, dass sie ihnen zu einer gepflegten Ausdrucksweise, gepaart mit viel Einfühlungsvermögen, Kontaktfähigkeit, Konfliktfähigkeit und Teamfähigkeit verhilft. Natürlich kann man ihre Fachkompetenzen am hohen Produktewisse, an den ausgewiesenen Marktkenntnissen sowie an der guten Allgemeinbildung erkennen. Selbstredend verfügen Sie über fundiertes betriebswirtschaftliches Wissen und tragen das unternehmerische Risiko zu einem grossen Teil gerne und kommentarlos mit. Ausgeprägtes Verhandlungsgeschick, gute Planungs- und Organisationsfähigkeiten und eine ausgesprochene Kundenorientierung runden das Wunschpaket ab.

 

Man könnte meinen, wer so viel von einer Berufsgattung erwartet ist auch gerne bereit, viel zu geben. Meistens mangelt es nicht an den Verdienstmöglichkeiten, sondern am Verständnis und am Respekt für die anspruchsvolle Aufgabe, die diese Berufsgruppe tagtäglich zu erfüllen hat. Nämlich persönlich und mit vollem Einsatz dafür zu sorgen, dass zum Beispiel neue Kunden hinzu gewonnen werden können oder dass der Cash Flow am Jahresende stimmt. Das ist nicht immer einfach, weil die grössten Spielverderber nicht bei den Kunden auszumachen sind, sondern sich hauptsächlich in den eigenen Reihen, fix entlohnt, über alle Hierarchiestufen verstecken.

 

Für den immer noch zu oft praktizierten Dilettantismus und Opportunismus, haben erfolgreiche Verkäufer nicht viel übrig. Warum auch? Wer als Brückenbauer die Interessen aller Beteiligten im Fokus haben muss und langfristig erfolgreich sein will, kann sich das einfach nicht leisten und wechselt lieber die Stelle. Nichts ist schlimmer für einen Vollblutverkäufer, als den eigenen guten Ruf zu verlieren. Verdienst hin oder her.

 

Verkäufer schätzen es sehr, wenn ihre Arbeitgeber sich für ein Umfeld einsetzen, im welchem sie sich wohl und verstanden fühlen können. Wenn es einen Rückzugsort gibt, wo sie sich immer wieder neu motivieren, austauschen und mit ihren Aufgaben identifizieren können und wenn sich ihre Vorgesetzten für ein Betriebsklima stark machen, wo man gemeinsam und nicht gegen einander arbeitet. Auch der Kunde wird es fühlen und am Ende mit Umsatz danken.